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RIP Alan Lancaster

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7. Februar 1949 - 26. September 2021

"Er war von 1965 bis 1985 Bassist und Sänger der Rockgruppe Status Quo"

Alan Lancaster eines der Gründungsmitglieder von Status Quo ist im Alter von 72 Jahren in Sydney verstorben. 

Alan Lancaster wurde 1949 im Londoner Stadtteil Peckham geboren.

Alan Charles Lancaster spielte Trompete im Orchester der Sedgehill Comprehensive School in Catford, Südlondon.

Mit seinem Schulfreund Francis Rossi gründete er 1962 eine Band unter dem Namen "The Scorpions", die 1965 als "The Spectres" und dann zu  „Traffic“ unbenannt wurde. Da zu dieser Zeit Steve Winwood eine Formation gleichen Namens gründete, wurde der Bandname kurze Zeit später in „Traffic Jam“ unbenannt, dann aber nochmal in „The Status Quo“ geändert wurde. Ab März 1969 wurde der Name auf „Status Quo“ verkürzt und blieb bis heute.

Alan Lancaster erwies sich als Meisterbassist, sein Ansatz wurde weithin bewundert. Er sagte mal „Mein Spiel ist Hardrock“, aber ich höre und genieße eine breite Palette von Genres mit verschiedenen Rhythmen und Bassstilen. Das Bassspiel, das ich besonders schätze, ist normalerweise eher kreativ als clever. Eine kreative Basslinie umrahmt den Song und formt ihn.“

Der Bassist blieb bis 1985 fester Teil der Status Quo Formation, stieg dann nach zahlreichen Konflikten mit seinen Kollegen 1985 aus, die bereits Anfang der 80er begannen. Hauptgrund dafür war, dass Lancaster nach Australien zog und für Status Quo nicht mehr häufig genug zur Verfügung stand. Der offene Bruch fand schon während der Tour 1984 statt, ein Jahr später stand Lancaster zwar noch mit seiner Band bei Live Aid auf der Bühne, doch sein Ausstieg war da schon besiegelt.

Im Anschluss folgte eine folgenlose juristische Auseinandersetzung, die Status Quo von ihrem einstigen Mitbegründer entfremdeten, weil dieser ihnen untersagen wollte, unter dem Bandnamen weiter Musik zu machen. Lancaster spielte in Australien in mehreren Bands wie den Party Boys und den Lancaster Bombers (mit Status-Quo-Schlagzeuger John Coghlan).

Im März 2010 trafen sich Alan Lancaster und Francis Rossi in Sydney, kurz nachdem Rossi und der inzwischen verstorbene Parfitt OBEs verliehen worden waren, und waren eindeutig der Meinung, dass der Streit zu lange gedauert hatte. Es wurde angekündigt, dass die klassische „Frantic Four“-Besetzung mit Rossi, Parfitt, Lancaster und Coghlan im März 2013 eine Reihe gemeinsamer Konzerte geben wird.

Alan Lancaster nahm an einer Reunion-Tour im März 2013 mit Status Quo "The Frantic Four" teil und trat erstmals wieder gemeinsam mit Rossi, Parfitt und Coghlan auf. Aufnahmen der Tour wurden unter dem Titel Back2SQ.1 – The Frantic Four Reunion 2013 veröffentlicht. Im April 2014 folgten weitere Auftritte der als Frantic Four bekannten Originalbesetzung von Status Quo. Status Quo "The Frantic Four" spielten 2013 in Manchester, Wolverhampton, Glasgow und London und in der Wembley Arena. Sie gingen im folgenden Jahr 2014 wieder auf Tour.

 

Alan Lancaster verbrachte seine letzten Jahre in Picnic Point, wo er sich mit Wohltätigkeitsveranstaltungen beschäftigte und die Aktivitäten der Band seines Sohnes The Presence überwachte. Seine Mobilität war durch MS stark beeinträchtigt und auch Krebs trug zu seinem Tod bei. Dayle Lancaster wurde mit den Worten zitiert, als er mit 72 starb:

Wir sind alle mit gebrochenem Herzen. Er hat hart dafür gekämpft, die letzten neun Monate bei uns zu bleiben. Ich habe ihn zu Hause bis zum Schluss gepflegt. Alan hatte immer einen wunderbaren Witz und einen fabelhaft trockenen Sinn für Humor. Er war ein hingebungsvoller und anbetender Ehemann, Vater und Großvater. Die Familie stand immer im Mittelpunkt.“

Alan Lancaster spielte eine wichtige Rolle bei Status Quo und bei der Entwicklung des großen Musikvermächtnisses, und er wird von Bandmitgliedern und Status Quo-Fans gleichermaßen für immer vermisst werden.